Inhalt:
Lektion 1: Globale Anpassungen
Lektion 2: Erweiterte Tonwertsteuerung
Lektion 3: Abschließende Anpassungen
Lektion 4: Selektive Anpassungen
Lektion 5: Selektive Kolorierung
Foto © Mark Rainer
Silver Efex Pro 2 profitiert von vielen Jahren an Forschung und Entwicklung und dem Feedback mehrerer der besten professionellen Fotografen weltweit. Die Forschung und das Feedback haben dazu beigetragen, dass Silver Efex Pro 2 die branchenbesten Algorithmen zur Konvertierung in Schwarzweiß entwickeln konnte, und so die sekundenschnelle Erstellung von hervorragenden Bildern in Schwarzweiß ermöglicht.
In diesem Bild können die Algorithmen zur Schwarzweißkonvertierung rasch eingesetzt werden, um ein schönes Farbbild in ein umwerfendes Bild in Schwarzweiß zu verwandeln.
Schritt 1: Sobald das Bild in Silver Efex Pro 2 geöffnet wird, ändern die einzigartigen Algorithmen zur Schwarzweißkonvertierung das Farbbild in ein großartiges Bild in Schwarzweiß. Da die Helligkeit in diesem Bild nicht angepasst werden muss, wird der Schieberegler für Helligkeit übergangen und der Schieberegler für Kontrast angepasst. Indem der Schieberegler für Kontrast ungefähr bis zur Hälfte gezogen wird, erhält das Bild mehr Tiefe.

Schritt 2: Mithilfe des proprietären Schiebereglers für Struktur können zusätzliche Details im Bild hervorgehoben werden. Über diesen Schieberegler werden die Objekte und die Kanten der Objekte im gesamten Bild identifiziert; so wird der Kontrast der Objekte erhöht ohne die Kanten der einzelnen Objekte zu beeinflussen. Das Ergebnis ist eine verstärkte Wiedergabe der sichtbaren Details im ganzen Bild ohne unerwünschte Artefakte.

Schritt 3: Um dem Bild einen letzten Schliff zu verleihen, wird ein Sepiaton hinzugefügt: Dazu wird einfach im Abschnitt „Abschließende Anpassungen“ die Option 19 im Pulldownmenü „Einfärben“ ausgewählt.

Foto © Laurie Rubin Shupp
Silver Efex Pro 2 wurde entwickelt, um bei der Konvertierung in Schwarzweiß eine ausgereiftere Steuerung zu bieten, als mit jedem anderen verfügbaren Werkzeug. Dieses Ziel wurde durch die Entwicklung völlig neuer Möglichkeiten bei der Anpassung von Tonwerten und Kontrast erreicht. Die neuen Steuerungen von Silver Efex Pro 2 ermöglichen nicht nur die schnellere Anpassung von Bilddetails, sie erzielen dabei außerdem eine weitaus bessere Qualität.
Zu Beginn vor der Bearbeitung wirkt dieses Herbstbild zu flach; zu viele Details lenken die Aufmerksamkeit auf sich. Mithilfe der neuen Steuerungen in Silver Efex Pro 2 kann das Bild in nur einem Bruchteil der normal dafür erforderlichen Zeit verarbeitet und optimiert werden.
Schritt 1: Um mehr Aufmerksamkeit von den Bäumen im Hintergrund auf die Felsen und den kleinen Fluss im Vordergrund zu lenken, wird der Schieberegler für dynamische Helligkeit nach links gezogen. Mithilfe des Schiebereglers „Dynamische Helligkeit“ wird das Bild analysiert und die auf jeden Bildbereich unterschiedlich angewendete Helligkeit wird automatisch angepasst. Das Ziel der Bearbeitung mit dem Schieberegler „Dynamische Helligkeit“ ist es, auch nachdem die Helligkeit verändert wurde, eine anschauliche Bandbreite an Kontrast aufrechtzuerhalten. Normalerweise werden durch Vermindern der Helligkeit in einem Bild alle Bereiche gleichmäßig abgedunkelt, wodurch ein flaches und dunkleres Bild entsteht. Mithilfe des Schiebereglers für dynamische Helligkeit bleiben die Spitzlichter auf den Felsen erhalten, während die Bäume im Hintergrund erheblich abgedunkelt werden.
Schritt 2: Das Verhältnis zwischen Hintergrund und Vordergrund wurde auf diese Weise verbessert, doch der Gesamtkontrast des Bildes erfordert noch weitere Bearbeitung. Hier können die neuen Schieberegler für Weiß verstärken und Schwarz verstärken eingesetzt werden, um den Kontrast auf neue und einzigartige Weise zu steuern. Indem beide Schieberegler nach rechts gezogen werden, versuchen die einzigartigen Algorithmen in Silver Efex Pro, Weiß und Schwarz jedes erkannten Objekts im Bild herauszuarbeiten. Hier unterscheidet sich die Bearbeitung vom normalen Kontrast, da nicht einfach jeder dunkle Ton dunkler und jeder helle Ton heller gemacht wird, sondern die Schatten und Spitzlichter, die in jedem Bereich einzigartig sind, erkannt und dann verstärkt sind, bis sie zuletzt weiß oder schwarz werden. In diesem speziellen Beispiel wird der Schieberegler für Weiß verstärken ganz nach rechts gezogen und auf 100% gesetzt, während der Schieberegler für Schwarz verstärken auf ungefähr 70% gezogen wird.
Schritt 3: Eine kleine einem Bild hinzugefügte Menge an Kontrast kann schon den Unterschied zwischen gut und herausragend bewirken. Der neue Schieberegler „Weicher Kontrast“ in Silver Efex Pro 2 erzeugt nicht nur erstaunliche Kontraste, er kann auch dazu beitragen, eine bestimmte Stimmung zu schaffen oder zu betonen.
Wenn Sie den Schieberegler „Weicher Kontrast“ anpassend und umsichtig nach rechts ziehen, werden verschiedene Bereiche im ganzen Bild identifiziert, um eine einzigartige Art von Kontrast anzuwenden. In diesem Fall wird der Übergang von Vordergrund, Mitte und Hintergrund verdichtet, was dem Bild anschauliche Tiefe verleiht.

Foto © Ed Heaton
Um für eine vollständige All-in-One-Lösung für die Schwarzweißkonvertierung zu bieten, umfasst Silver Efex Pro 2 eine große Bandbreite abschließender
Bearbeitungsoptionen, mit denen Sie Ihren Bildern den letzten Schliff verleihen können.


Schritt 1: Die Werkzeuge im Abschnitt „Globale Anpassungen“ dienen zur Anpassung der Tonwerte und Bilddetails. Die Schieberegler für Helligkeit, Dynamische Helligkeit, Kontrast und Struktur werden gemeinsam eingesetzt, um Details und Tonwerte zu vertiefen und so ein interessantes Zusammenspiel von Kontrast und Helligkeit zu erzeugen.
Schritt 2: Normalerweise besteht eine der ersten abschließenden Anpassungen für ein Bild in der Verwendung einer Tönung oder eines Toner-Effekts. Aus dem Pulldownmenü mit den Voreinstellungen für „Einfärben“ wird die dritte Sepiatönung als Option ausgewählt.
Danach wird der Schieberegler für Balance, der steuert, welche Helligkeitsstufen eine Tönung erhalten, ganz nach links gezogen. Dadurch wird sichergestellt, dass nur die dunklen Werte eine Sepiatönung erhalten. Danach wird der Schieberegler für Papiertönung auf 0% gesetzt; dadurch wird sichergestellt, dass das Papier weiß bleibt. Zum Schluss wird der Wert des Schiebereglers für Stärke leicht vermindert, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Schritt 3: Die Kanten des Bildes werden abgedunkelt, um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf den Mittelpunkt des Bildes zu konzentrieren. Dies ist eine Technik, die häufig in der Dunkelkammer angewendet wird, um zu verhindern, dass das Auge des Betrachters sich auf eine helle Bildkante richtet und dann abwendet. Das Abdunkeln der Kanten erzeugt Begrenzungen, die dazu beitragen können, die Aufmerksamkeit des Betrachters länger zu halten.
Um dieses Ergebnis zu erzielen, werden die Werkzeuge Vignette und „Kanten nachbelichten“ zusammen eingesetzt. Zuerst wird unter „Abfall der Bildhelligkeit 2“ die Voreinstellung Vignette gewählt. Dann wird der Schieberegler im Abschnitt Vignette nach rechts bewegt, wodurch eine leicht verstärkte ovoide Vignettenform entsteht. Damit wird gewährleistet, dass ein Anteil des Vignetteneffektes auf die Längsseiten des Bildes angewendet wird. Als Nächstes wird der Abschnitt „Kanten nachbelichten“ geöffnet und die linke Kante ausgewählt. Die Schieberegler Stärke, Größe und Übergang werden alle drei angepasst. Dies stellt sicher, dass die Tonwerte aller vier Kanten übereinstimmen und das Bild ergänzen.
Schritt 4: Zuletzt werden Bildränder zum Bild hinzugefügt. Aus dem Pulldownmenü „Typ“ wird Bildrandtyp 11 ausgewählt und die Schieberegler für Größe, Streuung und Rein/Rau werden alle nach links gezogen. Die Schaltfläche Rand verändern kann mehrere Male ausgewählt werden, bis die erstellte Umrandung optimal zum Bild passt.

Foto © Curt Littlecott
Nachbelichten und Abwedeln waren die in der Dunkelkammer am einfachsten verfügbaren und am häufigsten eingesetzten Techniken zur Anpassungen der Tonwerte in einem Bild. Diese Techniken erforderten häufig die Verwendung von Pappkarton, Papierschachteln oder sogar die Hand des Fotografen, um zu bestimmten Bildteilen selektiv Licht hinzuzufügen oder daraus zu entfernen. Aufgrund der verfügbaren Werkzeuge ließ das Nachbelichten oder Abwedeln keine sehr präzise Kontrolle zu. Bestimmte Bereiche blieben entweder zu hell oder zu dunkel, oder deutliche Stellen, die das Nachbelichten oder Abwedeln verrieten, waren im fertigen Druck sichtbar. Silver Efex Pro 2 bietet nicht nur die unglaublich präzise selektive Kontrolle der Tonwerte, sondern auch die von Kontrast und Details.
Durch die Kombination der präziseren Steuerung und der in größerer Anzahl verfügbaren Optionen eröffnen sich in Silver Efex Pro 2 sehr viel mehr Möglichkeiten als in der Dunkelkammer jemals bestanden.
In diesem Bild erzielt die Standardkonvertierung ein Bild, das zu flach erscheint und in dem die hellen Bäume an der rechten Bildseite den Blick von Braut und Bräutigam weglenken. Mithilfe der Kontrollpunkte können wir die Aufmerksamkeit zurück auf die Braut und den Bräutigam lenken und eine großartige Stimmung erzeugen.
Schritt 1: Verwenden Sie die „Globalen Anpassungen“, um etwas Kontrast hinzuzufügen und die Helligkeit des gesamten Bildes leicht anzupassen. Dazu wird zunächst der Schieberegler „Dynamische Helligkeit“ eingesetzt, um das gesamte Bild abzudunkeln, wobei jedoch Spitzlichter im gesamten Bild erhalten bleiben. Danach werden die Werte der beiden Schieberegler Weiß verstärken und Schwarz verstärken um ungefähr 50% erhöht, um im gesamten Bild mehr Weiß und mehr Schwarz herauszuarbeiten. Zuletzt wird in geringem Umfang Struktur auf das Bild angewendet, um zum gesamten Bild Textur und Detail hinzuzufügen.

Schritt 2: Sobald das gewünschte allgemeine Niveau an Kontrast und Tonwerten erzielt wurde, kann die selektive Steuerung eingesetzt werden, um das Licht im gesamten Bild auszugleichen und die Aufmerksamkeit auf die Personen zu lenken. Zunächst wird ein Kontrollpunkt zum Arm der Braut hinzugefügt. Dann wird der Schieberegler für Helligkeit eingesetzt, um die Haut aufzuhellen, während der Schieberegler für Struktur verwendet wird, um Textur aus dem Armbereich zu entfernen und so die Haut etwas weicher erscheinen zu lassen.
Danach wird der Kontrollpunkt auf dem Arm der Braut dupliziert und auf das Gesicht des Bräutigams platziert. Dazu wird der Kontrollpunkt auf dem Arm der Braut markiert und im Abschnitt „Selektive Anpassungen“ auf die Schaltfläche Duplizieren geklickt. Ein weiterer duplizierter Kontrollpunkt wird dann auch auf das Gesicht der Braut gesetzt. Alle drei Kontrollpunkte werden danach zu einer Gruppe zusammengefügt, indem die Kontrollpunkte ausgewählt werden und im Abschnitt „Selektive Anpassungen“ auf die Schaltfläche Gruppieren geklickt wird.
Schritt 3: Nachdem die gewünschten Tonwerte für die Haut erzielt wurden, ist es an der Zeit, die Tonwerte der Bäume im gesamten Bild anzupassen. Dazu wird zunächst ein Kontrollpunkt zum Baum links vom Bräutigam hinzugefügt. Die Schieberegler Helligkeit, Kontrast und Struktur dieses Kontrollpunktes werden dann nach links gezogen, um den Baum abzudunkeln und den Kontrast zu vermindern. Dies trägt dazu bei, dass die Aufmerksamkeit vom Baum weg hin zu Braut und Bräutigam gelenkt wird. Dann wird der Kontrollpunkt auf dem Baum mehrfach dupliziert und die neuen Kontrollpunkte werden auf weitere Bäume in dieser Szene gesetzt, um sie auszuwählen und ihre Helligkeit und den Kontrast zu vermindern.
Schritt 4: Mithilfe des Werkzeuges Zonenleiste unterhalb der Lupe oder des Histogramms lässt sich erkennen, dass das Kleid aktuell in die Zone 8 fällt und nicht hell genug ist. Mithilfe einiger zusätzlicher Kontrollpunkte auf dem Kleid und durch Erhöhen sowohl der Helligkeit als auch der Struktur kann erzielt werden, dass einige Teile des Kleides unter die Zone 9 fallen; dadurch wird sichergestellt, dass immer noch Details in den hellsten Teilen des Kleides erhalten bleiben, aber ebenso, dass das Kleid unter die Spitzlichter des Bildes fällt. Indem man sicherstellt, dass das Kleid einer der hellsten Teile des Bildes ist, wird erreicht, dass der Blick des Betrachters direkt auf das Kleid fällt und danach zu Braut und Bräutigam wandert.

Foto © Josh Haftel
Fotografen verwenden die selektive Kolorierung schon seit langem, um Aufmerksamkeit auf einen Bildgegenstand zu lenken. Zu Zeiten der Analogfotografie geschah dies normalerweise durch Tönung des fertigen Produktes von Hand, mit einem Ton, der mit dem ursprünglichen Objekt übereinstimmte. Seit Beginn der digitalen Fotografie sind Fotografen durch Maskierungen in der Lage, die Schwarzweißkonvertierung selektiv „wegzumalen“ und die ursprüngliche Farbe im Bild zum Vorschein kommen zu lassen. Mit Silver Efex Pro 2 können Sie jetzt patentierte mit U Point-Technologie gesteuerte Kontrollpunkte verwenden, um schnell und einfach die Farbe eines Objektes in ein Bild zurückzubringen, und zwar ganz ohne komplizierte Auswahlen oder Ebenenmasken.
Schritt 1: Die Tonwerte des Bildes werden mithilfe der Schieberegler „Globale Anpassungen“ abgestimmt. Der Schieberegler „Dynamische Helligkeit“ wird eingesetzt, um das Bild leicht aufzuhellen, dabei aber die Schattendetails zu erhalten. Danach wird der Schieberegler „Weicher Kontrast“ verwendet, um einen düsteren Kontrast zum Bild hinzuzufügen. Zuletzt wird der Schieberegler für die Mitteltöne-Struktur eingesetzt, um den Mitteltonbereichen des Bildes etwas zusätzliche Textur zu verleihen; hauptsächlich wird dabei den Seerosenblättern mehr Detail hinzugefügt.
Schritt 2: Das Bild erhält eine Umrandung, die ihm einen hübschen Rahmeneffekt verleiht. Das Hinzufügen einer Bildumrandung kann dazu beitragen, das Auge des Betrachters auf den Bildmittelpunkt zu lenken; gleichzeitig wird damit ein interessanter Rahmen um das Bild gelegt. Hier wurde Bildrandtyp 12 verwendet, mit einer normalen Größe und einer leicht verminderten Streuung; der Schieberegler Rein/Rau wurde ganz nach links bewegt.
Schritt 3: Um die Farbe der Blume zu optimieren, wird zunächst ein Kontrollpunkt auf sie gesetzt. Dann werden die Kontrollpunktoptionen erweitert, um die gesamte Liste an Schiebereglern anzuzeigen. Als Nächstes wird der Schieberegler „Selektive Kolorierung“ ganz bis zur Einstellung 100% gezogen, um die Farbe vollständig zurück ins Bild zu bringen.
Da die gesamte Blume nicht vollständig durch den ersten Kontrollpunkt abgedeckt ist, werden zusätzliche Kontrollpunkte hinzugefügt, um den abgedeckten Bereich auszuweiten. Um dies zu erreichen, wird der erste Kontrollpunkt ausgewählt und danach im Abschnitt „Selektive Anpassungen“ die Schaltfläche Duplizieren. Dadurch wird ein neuer, identischer Kontrollpunkt erstellt, der auf der Blume positioniert werden kann. Der Vorgang wird wiederholt, bis die Blume insgesamt abgedeckt ist. Zuletzt werden sämtliche Kontrollpunkte zu einer Gruppe zusammengefasst: Nachdem um alle Kontrollpunkte ein Begrenzungsrechteck gezogen wurde, wird im Abschnitt „Selektive Anpassungen“ auf die Schaltfläche Gruppieren geklickt.
Schritt 4: Aufgrund der Ähnlichkeit zwischen der Blume und den Seerosen ist nun ein kleiner Anteil an der Seerose ebenfalls koloriert. Um dies zu vermeiden, werden neue Kontrollpunkte zu diesen Bereichen hinzugefügt, die keine Farbe aufweisen sollen; diese Kontrollpunkte werden ebenso wie im vorherigen Schritt gruppiert.
Das Endergebnis ist ein Bild, das mithilfe der Bildumrandung und der selektiv kolorierten Blume sofort den Blick auf sich zieht.
